1Was conn.AI Service ist

conn.AI Service beantwortet Fragen aus zwei Wissensquellen Ihres Hauses: der Herstellerdokumentation (Datenblätter, Betriebsanleitungen, Handbücher, Parameterlisten) und den eigenen Serviceberichten (was bei welchem Kunden an welchem Gerät gemacht wurde). Beides steckt in einer Wissensbasis, die Sie im Chat in normaler Sprache befragen.

Zwei Grundsätze gelten immer:

  • Keine Antwort ohne Beleg. Jede Aussage trägt einen Verweis auf die Handbuchseite oder den Servicebericht, aus dem sie stammt. Findet das System nichts Belegtes, sagt es das - es rät nicht.
  • Nachvollziehbar, was das Haus verlässt. Für jede Frage wird festgehalten, über welchen Weg das Sprachmodell erreicht wurde und ob Kundendaten dabei waren. Das können Sie jederzeit unter Anfrageprotokoll einsehen.

Diese Anleitung ist für den täglichen Gebrauch geschrieben. Sie brauchen keine technischen Vorkenntnisse.

2Anmelden und Startseite

Sie melden sich einmal mit Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrem Passwort an. Diese eine Anmeldung gilt für das ganze Portal - auch für den Chat, der technisch ein eigenes Programm ist. Beim ersten Login werden Sie aufgefordert, das Erstpasswort zu ändern.

Die Startseite

Die Startseite zeigt Kacheln in Gruppen: Wissen (Chat, diese Anleitung), Service (Berichte erfassen, einsehen, abrechnen), Datenbestand (Dokumente hochladen und verwalten), Nachweis, Auswertung und Verwaltung. Sie sehen nur die Kacheln, für die Ihr Konto berechtigt ist - fehlt Ihnen eine, liegt das an der Berechtigung, nicht an einem Fehler.

Kopfzeile

  • Ansicht wechseln (Mond/Sonne): dunkle oder helle Darstellung. Die Wahl wird im Browser gemerkt.
  • Ihr Kürzel rechts oben: Klick öffnet Passwort ändern und Abmelden.
  • Online: das Portal ist erreichbar.
TippAuf jeder Unterseite führt Startseite links in der Leiste zurück, und die Leiste zeigt die Nachbarkacheln derselben Gruppe.

3Der Chat: erste Schritte

Kachel conn.AI Chat öffnen. Der Chat sieht aus wie ein Messenger: unten das Eingabefeld, oben links die Modellauswahl, links die bisherigen Unterhaltungen.

  1. Oben links das Modell wählen (siehe Abschnitt 4). Für den Alltag: connai-wissen-LOKAL.
  2. Frage eintippen und mit Enter abschicken. Die Antwort erscheint Wort für Wort.
  3. Hinter jeder Aussage steht ein Beleg in eckigen Klammern, zum Beispiel [Produkthandbuch, S. 374] oder [Servicebericht SB-2026-0022]. Ein Klick öffnet die Fundstelle (Abschnitt 6).

Jede Frage wird für sich beantwortet. Der Chat merkt sich den Verlauf nicht als Wissensquelle - fragen Sie lieber vollständig, statt „und bei dem anderen Gerät?“ nachzuschieben.

Neue UnterhaltungFür ein neues Thema eine neue Unterhaltung beginnen (Schaltfläche links oben). Das hält die Antworten sauber und den Verlauf übersichtlich.

4Die Modellwahl

Es gibt zwei Modelle. Sie unterscheiden sich darin, was sie sehen und wo die Frage verarbeitet wird:

ModellSiehtVerarbeitet aufWann
connai-wissen-LOKALHerstellerdokumentation und Serviceberichteeigener Server (kein Cloud-Anbieter)Standard. Alles, was mit Einsätzen, Kunden oder „hatten wir das schon“ zu tun hat - und alle Handbuchfragen.
connai-datenblatt-Mistralnur HerstellerdokumentationMistral (Cloud-API, EU)Reine Handbuchfragen, wenn es schnell gehen soll oder zum Vergleich der Antworten.
AchtungDas Mistral-Modell kennt keine Serviceberichte. Fragen Sie es nach Einsätzen, antwortet es mit einem Hinweis auf das LOKAL-Modell - das ist so gewollt: Serviceberichte enthalten Kundendaten und gehen nicht an den Cloud-Dienst.

Das LOKAL-Modell antwortet ausführlicher und langsamer (oft 15 bis 30 Sekunden bei umfangreichen Antworten), das Mistral-Modell in wenigen Sekunden. Beide zeigen dieselben Belege.

Welcher Weg bei einer Frage genommen wurde, steht hinterher im Anfrageprotokoll (Abschnitt 11).

5Gut fragen

Der Chat sucht in den Unterlagen nach Textstellen, die zu Ihrer Frage passen, und lässt das Sprachmodell nur daraus antworten. Je genauer die Frage, desto treffsicherer die Suche.

Was hilft

  • Gerät und Code nennen, wie sie im Handbuch stehen: MOVITRAC B, F-08, VNB001, P501.
  • Ganze Sätze statt Stichworte: „Was bedeutet F-08 am MOVITRAC B?“ findet mehr als „F08“.
  • Eine Frage je Nachricht. Zwei Themen in einer Frage bekommen eine halbe Antwort.
  • Nach Erfahrung fragen: „hatten wir das schon?“, „was haben wir beim letzten Mal gemacht?“ - dann kommen zuerst die Serviceberichte, danach das Handbuch.

Beispiele, die gut funktionieren

Was bedeutet Fehler F-08 am MOVITRAC B und was ist zu tun? Welchen Messbereich hat der Schwingungssensor VNB001 und wie wird er montiert? Kühlturmlüfter mit MOVITRAC B meldet F-08 und fällt nach dem Reset wieder aus - hatten wir das schon mal, und was sagt das Handbuch? Welche Serviceberichte haben wir zum MOVITRAC B? Welche Einsätze hatten wir beim Zementwerk Saaletal Nord? Welche Serviceberichte gab es im August 2026? Was stand im Servicebericht SB-2026-0022? Welche Antriebe sind in der Sortierlinie Kleinteile verbaut? Was wurde im Projekt P-2026-021 als Rampenzeit festgelegt und warum? Zeig mir den Aufstellplan der Behälterhalle B2. Welche Projekte haben wir für Presswerk Westsachsen gemacht? Welche Unterlagen hast du? Welche Dokumente hast du zu Leuze?

Artikel, Preise und Umsatz

Neben den Unterlagen stehen im Chat auch Zahlen: der Artikelstamm mit Preisen, Lagerbestand und Lieferzeit, und die Rechnungen der laufenden Quartale. Fragen Sie nach einem Artikel (Was kostet der SD6500 und ist er am Lager?), nach einer Rechnung (Zeig mir die Rechnung RE-2026-0100) oder nach dem Umsatz.

Summen rechnet das System aus, nicht das Sprachmodell. Umsatz je Quartal, je Kunde, je Warengruppe und je Vertriebsweg sind fertig gerechnete Übersichten aus der Datenbank; der Chat schlägt darin nach und gibt die Quelle an. Deshalb stimmen die Zahlen und lassen sich nachschlagen.

Wie hoch war der Umsatz im dritten Quartal 2026? Welcher Kunde hat 2026 den meisten Umsatz gebracht? Wie viel Umsatz haben wir mit Wartungsverträgen gemacht? Welche Rechnungen sind überfällig? Welche Artikel sind unter dem Mindestbestand?

Eigene Auswertungen

Fragen nach einer Aufteilung, einer Rangfolge oder einem Verlauf rechnet das System auf Zuruf aus - sie müssen nicht vorbereitet sein. Der Chat versteht die Frage und wählt daraus eine Kennzahl, eine Gruppierung, Filter und eine Sortierung; gerechnet wird in der Datenbank.

Gib mir den Umsatz je Monat. Die fünf umsatzstärksten Kunden im dritten Quartal Wie viele Rechnungen je Vertriebsweg? Offene Beträge je Kunde, größter zuerst Umsatz mit Kunststofftechnik Plauen je Monat

Unter jeder solchen Antwort steht in Worten, was gerechnet wurde - etwa Kennzahl Umsatz netto, gruppiert nach Kunde, Quartal 2026-Q3, größter Wert zuerst, höchstens 5 Zeilen. Das ist hier der Beleg: Lesen Sie ihn einmal nach, bevor Sie eine Zahl weitergeben. Trifft er die Frage nicht, formulieren Sie sie genauer - etwa mit Zeitraum oder Sortierrichtung.

Möglich sind: Umsatz, Anzahl Rechnungen, Anzahl Kunden, verkaufte Menge und offener Betrag, gruppiert nach Monat, Quartal, Kunde, Ort, Vertriebsweg, Zahlungsstatus, Warengruppe, Hersteller oder Artikel. Eine Gruppierung je Frage; Kreuztabellen wie Umsatz je Kunde und Monat gehen nicht in einem Zug, nacheinander aber schon.

Was nicht geht: eine Auswertung, die so noch nicht vorbereitet ist - etwa eine Rangliste über eine Größe, nach der bisher niemand gefragt hat. Dann antwortet der Chat aus Stichproben, und das sieht vollständig aus, ohne es zu sein. Im Zweifel die Quelle öffnen: steht dort eine Übersicht, ist die Zahl vollständig.

Fragen nach dem Bestand

Auf die Frage, welche Unterlagen es gibt, antwortet der Chat aus dem Verzeichnis der Dokumente - nicht aus den Textstellen. Jeder genannte Titel ist ein Link: ein Klick öffnet das Dokument mit Seitenbild, erkanntem Text und dem Original-PDF.

Die Frage darf eingegrenzt werden - auf einen Hersteller (Welche Dokumente hast du zu Leuze?), ein Projekt (Welche Unterlagen hast du zum Projekt P-2026-014?), ein Gerät oder eine Dokumentart. Dann kommen nur die passenden Einträge; gibt es keine, sagt der Chat das.

Projektunterlagen

Neben Herstellerdokumentation und Serviceberichten liegen die eigenen Projektakten im Bestand: Angebot, Lastenheft oder Pflichtenheft, Aufstellplan und elektrische Auslegung. Fragen Sie nach der Projektnummer (P-2026-014), nach der Angebotsnummer (A-2026-0214), nach dem Kunden oder schlicht nach der Sache - Was kostet die Sortierlinie und wie ist die Zahlung vereinbart?

Der Gewinn liegt in der Verbindung: eine Frage nach einem Antrieb kann drei Quellen zusammenbringen - was im Projekt vereinbart wurde, was das Handbuch dazu sagt und was beim letzten Einsatz passiert ist. Zum Beispiel Welcher Umrichter ist für den Hubtisch A5 ausgelegt, und was sagt das Handbuch zum Bremswiderstand?

Nach Bildern fragen

Wörter wie Bild, Abbildung, Zeichnung, Schaltplan, Layout oder schlicht zeig mir sagen dem Chat, dass Sie etwas sehen wollen. Er sucht dann gezielt unter den Abbildungen und setzt sie in die Antwort - mit Bildunterschrift und Quelle. Findet er welche und das Modell zeigt keine, hängt das System sie unter die Antwort.

Zeig mir das Anschlussbild für den Durchflusssensor. Wie wird der Lichtschnittsensor LPS 36 montiert? Wo steht der Rüttelförderer in der Halle?

Drei Wege zu den Serviceberichten

Der Chat erkennt an Ihrer Frage, was Sie sehen wollen, und antwortet entsprechend:

Sie nennenSie bekommenBeispiel
eine Berichtsnummerdiesen einen Bericht vollständig: Kopf, Fehlerbild, alle Arbeitsschritte, ErsatzteileWas stand im Servicebericht SB-2026-0022? oder nur Zeig mir SB-2026-0022
einen Kundenalle seine Einsätze als Tabelle mit Ursache und Abhilfe, dazu ein Absatz zu wiederkehrenden MusternWelche Fehlerursachen hatte die Stadtentwässerung Muldental?
ein Thema, Gerät oder einen Zeitraumdie passenden Berichte als TabelleWelche Serviceberichte zum MOVITRAC B? · Welche Einsätze im August 2026?

Kunde und Zeitraum lassen sich verbinden: Welche Einsätze bei der Molkerei Oberland im Juni 2026? Unter jeder Antwort stehen die verwendeten Berichte als Links - auch dann, wenn das Modell sie im Text nicht erwähnt.

Was der Chat nicht gut kann

  • Exakt zählen. „Wie viele Berichte genau“ - dafür die Kachel Serviceberichte mit Filter oder die Auswertung.
  • Über viele Berichte hinweg summieren (Stunden, Kilometer): das steht in Betriebswirtschaft.
  • Aus dem Kopf antworten. Steht es nicht in den Unterlagen, bekommen Sie das gesagt - siehe Abschnitt 7.

Bei Berichtsfragen liefert der Chat die besten Treffer als Tabelle. Passen mehr Berichte zur Frage als in die Antwort, steht die gezählte Zahl darunter - etwa Dazu passen 15 Serviceberichte; die 12 bestbewerteten stehen oben. Die vollständige Liste hat die Kachel Serviceberichte.

6Belege lesen

Jeder Beleg ist ein Link.

  • Handbuchseite - [Produkthandbuch, S. 374] öffnet die Belegseite: links die Seite als Bild, rechts der erkannte Text, dazu das Original-PDF. So prüfen Sie in Sekunden, ob die Antwort stimmt.
  • Servicebericht - [Servicebericht SB-2026-0022] öffnet den Bericht in der Kachel Serviceberichte, mit allen Angaben, Ersatzteilen und PDF.

Tabellen aus dem Handbuch (Anzugsmomente, Fehlerlisten, Maße) werden nicht nacherzählt, sondern wörtlich eingesetzt, mit Quelle darunter. Das Modell tippt keine Zahlen ab - es zeigt auf sie. Abbildungen erscheinen an der passenden Stelle in der Antwort.

TippEine Antwort ohne einen einzigen Beleg ist keine Antwort aus den Unterlagen. Sehen Sie eine, tragen Sie sie mit der gebotenen Vorsicht - siehe nächster Abschnitt.

7Wenn der Chat nichts findet

Passt keine Textstelle gut genug zu Ihrer Frage, antwortet der Chat: „Dazu finde ich im hinterlegten Bestand nichts Belegtes.“ Das ist kein Fehler, sondern die wichtigste Eigenschaft des Systems.

Was Sie dann tun können

  1. Die Frage konkreter stellen (Gerät, Code, Handbuchbegriff).
  2. Prüfen, ob die Unterlage überhaupt im Bestand ist: Kachel Dokumente, Status muss Archiviert oder Fertig sein. Fehlt das Dokument, siehe Abschnitt 9.
  3. Beim Mistral-Modell: war es eine Berichtsfrage? Dann connai-wissen-LOKAL wählen.

Antwort ohne Beleg - auf ausdrücklichen Wunsch

Unter der Absage bietet der Chat an, aus dem allgemeinen Wissen des Sprachmodells zu antworten. Antworten Sie mit ja, bekommen Sie diese Antwort - deutlich gekennzeichnet mit einem Warnhinweis. Sie ist nicht belegt und kann falsch sein. Im Anfrageprotokoll steht sie als ohne Beleg. Nutzen Sie das als Denkanstoß, nie als Anweisung an der Anlage.

8Serviceberichte

Die Kachel Serviceberichte zeigt alle Einsätze als Liste: Datum, Firma, Berichtsnummer, Fehlerbild, Gerät, Monteur, Stunden, Kilometer. Oben die Suche und Filter nach Firma, Monteur, Gerät und Zeitraum. Die Suche versteht deutsche und englische Wörter und Codes wie F08.

  • Öffnen: Klick auf eine Zeile zeigt den ganzen Bericht. PDF zeigt das Berichtsblatt.
  • Unterschreiben: der Bericht kann vom Kunden und vom Monteur unterschrieben und dann geschlossen werden; danach ist er unveränderbar.
  • Abrechnung: aus dem geöffneten Bericht (oder über die Kachel Abrechnung) entsteht das Grundgerüst der Rechnung - Empfänger, Leistungsdatum, Rechnungstext, Positionen. Das ist ein Entwurf zum Übernehmen ins Rechnungsprogramm, nichts wird hier gespeichert.

Berichte erfassen

Über Servicebericht erfassen im Portal (Formular mit Vorschlägen für Firmen und Geräte, Fehlerbild und Arbeiten lassen sich diktieren) oder mit der Tablet-App vor Ort - dort mit Unterschrift auf dem Bildschirm; der Bericht kommt von selbst ins Portal, sobald das Tablet Netz hat.

Jeder neue Bericht ist wenige Sekunden später auch im Chat findbar.

9Dokumente hinzufügen

Neue Herstellerdokumentation kommt über die Kachel Upload ins System - PDF, mehrere auf einmal. Pflicht ist die Wahl der Datenklasse (siehe Abschnitt 11); für Handbücher und Datenblätter ist das Produktinfo.

Danach läuft die Verarbeitung von allein: Texterkennung Seite für Seite, Abbildungen werden ausgeschnitten, der Text wird in Stücke zerlegt und in den Suchindex geschrieben. Als Richtwert etwa 1,5 Sekunden je Seite; ein 400-Seiten-Handbuch braucht rund zehn Minuten.

Kachel Dokumente

  • Status: In Arbeit während der Verarbeitung, Archiviert wenn fertig, Fehler mit Grund im Klartext - nichts verschwindet still.
  • Art und Beschreibung: nach der Verarbeitung ordnet das System jedes Dokument einer Art zu (Datenblatt, Betriebsanleitung, Parameterliste …) und schreibt zwei, drei Sätze dazu. Beides lässt sich in der Detailansicht von Hand korrigieren; das Modell überschreibt Ihre Korrektur nicht.
  • Detailansicht: erkannter Text je Seite, Abbildungen, Textstücke - das Werkzeug, wenn eine Antwort verwundert: liegt es an der Erkennung oder an der Suche?
RegelEin Dokument gilt erst als vorhanden, wenn der Index geschrieben ist. Der Chat sieht nur, was den Status Archiviert oder Fertig trägt.

10Auswertung

Zwei Kacheln zeigen Zahlen, die sonst niemand zusammenträgt:

  • Datenbestand: wie groß die Wissensbasis ist - Dokumente, Seiten, Textstücke, Abbildungen, Dokumentarten, Serviceberichte, Speicher. Die Antwort auf „was steckt da eigentlich drin?“.
  • Betriebswirtschaft: was der Service leistet - Einsätze, Arbeits-, Reise- und Wartezeit, Kilometer und ein rechnerischer Leistungswert je Monat, Kunde, Monteur und Gerät, aus den Serviceberichten. Zeitraum oben wählbar. Der Leistungswert nutzt die hinterlegten Verrechnungssätze und ist eine Größenordnung, keine Buchhaltung.

Die Zahlen kommen unmittelbar aus der Datenbank. Jede Sektion lässt sich aufklappen; Diagramme zeigen beim Überfahren mit der Maus die Werte.

11Auslegung

Zwei Rechner für die Arbeit vor dem Angebot. Beide rechnen bei jeder Eingabe neu und zeigen das Ergebnis sofort - mit einer Skizze, die sich mitändert. Wer eine Steigung eingibt und die Strecke kippen sieht, prüft seine Eingabe, ohne eine Zahl zu lesen.

  • Transportstrecke: Band, Rollenbahn oder Kettenförderer. Eingegeben werden Bauart, Länge, Breite, Steigung, Geschwindigkeit und das Fördergut (Stückgut mit Masse und Teilung oder Schüttgut mit Dichte und Höhe). Heraus kommen Umfangskraft, Wellenleistung, Motor, Umrichter, Getriebe und - bei getaktetem Betrieb - die Bremsleistung. Zwei Zeichnungen: Seitenansicht und Draufsicht.
  • 24-V-Versorgung: Verbraucher mit Strom, Anzahl und Gleichzeitigkeit, dazu die Abgänge mit Länge und Querschnitt. Heraus kommen Netzteilgröße, Verlustleistung im Schrank, der Spannungsfall je Abgang, die Absicherung an drei Stellen und eine Aussage zur Klimatisierung.

Den Motor selbst wählen

Die Liste zeigt die Motoren aus dem Artikelstamm mit Lagerbestand. Vorbelegt ist Vorschlag des Rechners - die kleinste Baugröße, die reicht. Wählen Sie eine andere, bleibt der Vorschlag sichtbar, und darunter steht, was die Wahl kostet.

Die Karte Ist der Motor richtig gewählt? beantwortet das nicht mit einem Wort, sondern mit vier Kriterien. Jedes hat sein Fenster, das schlechteste entscheidet - und genau dieses wird oben benannt:

KriteriumFensterWas es entscheidet
Dauerleistung45 bis 85 %ob der Motor warm wird
Spitze beim Anlaufbis 150 %ob er überhaupt hochkommt
Trägheitsverhältnisbis 10 : 1ob die Regelung steif bleibt
Schalthäufigkeitbis 600 1/hHochlaufverluste im Taktbetrieb

Die Dauerleistung ist die Last ohne den Anlauf, die Spitze mit. Ein Antrieb kann thermisch reichlich bemessen sein und trotzdem nicht anlaufen - deshalb zwei Zeilen und nicht eine.

Ex-AusführungMotoren für explosionsgefährdete Bereiche stehen in der Liste, werden aber nie automatisch vorgeschlagen. Ob ein Bereich Ex ist, entscheidet keine Formel.

Verbraucher einem Abgang zuordnen

Jeder Verbraucher sitzt entweder im Schrank oder auf einem Abgang. Was zugeordnet ist, bestimmt den Strom dieses Abgangs - und damit Spannungsfall und Sicherung. Das Stromfeld des Abgangs zeigt dann den gerechneten Wert und ist gesperrt; nur ein Abgang ohne zugeordnete Verbraucher nimmt einen eingetippten Strom.

Das Schema zeichnet es mit: unter jedem Abgang stehen seine Verbraucher. Wer einen umhängt, sieht es im selben Moment im Bild.

Absicherung an drei Stellen

Die Karte Absicherung führt sie einzeln auf:

  • Einspeisung 230 V: Leitungsschutzschalter der Charakteristik C vor dem Netzteil. Charakteristik B wäre falsch - ein Schaltnetzteil zieht beim Einschalten ein Vielfaches seines Nennstroms und würde den Automaten auslösen.
  • 24-V-Sammelschiene: Geräteschutzschalter hinter dem Netzteil.
  • Je Abgang: ein Geräteschutzschalter, bemessen auf den Betriebsstrom mit 25 Prozent Zuschlag.

Gegen jede Abgangssicherung steht die Belastbarkeit der Leitung. Ist die Sicherung größer als der Querschnitt trägt, steht es als Warnung da und das Symbol im Schema wird rot umrandet - das ist der Fehler, den man in einer Stückliste nicht sieht.

SelektivitätDass sich die Abgangssicherungen auf mehr summieren als die Hauptsicherung, ist der Normalfall: alle Abgänge zugleich am Anschlag gibt es nicht. Selektiv ist die Anordnung damit aber nicht - ein Kurzschluss im Abgang kann die Hauptsicherung mitnehmen. Das Ergebnis sagt es dazu.

Annahmen stehen getrennt

Was Sie eingegeben haben und was der Rechner angenommen hat, steht in zwei Listen. Jede Annahme nennt ihren Grund - „Betriebsfall im Sommer“, „Herstellerangabe, typisch“. Ändern Sie einen Wert, wandert er aus den Annahmen in die Eingaben.

Stückliste mit Preis und Bestand

Die Stückliste nennt Artikelnummer, Menge und Zweck. Wo ein Teil im Artikelstamm steht, kommen Listenpreis, Lagerbestand und Lieferzeit dazu, darunter die Nettosumme. Ein Teil, das der Rechner kennt und der Stamm nicht, fällt in der Liste auf - es wird nicht verschwiegen.

Speichern heißt: im Chat auffindbar

Mit Auslegung speichern bekommt die Rechnung eine Nummer (AL-2026-0001) und steht unmittelbar danach im Chat - mit Beleglink, wie jedes Dokument. Das Projekt kommt aus dem Projektregister: die Auswahl zeigt Nummer, Name und Kunde, darunter den Stand und wie viele Auslegungen und Unterlagen schon daran hängen. Der Kunde wird von dort übernommen und nicht noch einmal eingetippt.

Steht das Projekt noch nicht im Register, legen Sie es über + neues Projekt anlegen gleich hier an - Nummer in der Form P-2026-014, Name, Kunde und Stand. Die Nummer vergibt das System bewusst nicht: sie kommt aus dem kaufmännischen System, und eine zweite Vergabestelle wäre die sichere Art, zwei Projekte mit derselben Nummer zu bekommen.

Danach nennt die Frage „Welche Unterlagen hast du zum Projekt P-2026-014?“ im Chat Angebot, Lastenheft, Aufstellplan, elektrische Auslegung und die gerechneten Auslegungen.

Stand der FormelnJede Auslegung hält fest, mit welcher Fassung der Formelsammlung sie gerechnet wurde. Ändert sich später eine Formel, sind alte Auslegungen nicht falsch - sie sind nach altem Stand gerechnet, und das steht dabei.
Was die Rechner nicht tunSie prüfen nicht gegen eine Norm und rechnen kein Lastkollektiv. Die Hinweise sind Erfahrungswerte und als solche benannt - fünf Prozent Spannungsfall, drei Grad Steigung für die Haltebremse. Die Vorauslegung ersetzt die Prüfung durch den Konstrukteur nicht.

12Datenklassen und Nachweis

Alles im System gehört zu einer von zwei Datenklassen:

KlasseInhaltSchutz
Produktinfo (Klasse A)Herstellerdokumentation - öffentlich erhältliche Datenblätter und Handbücherdarf über Cloud-Dienste verarbeitet werden
Kundendaten (Klasse B)Serviceberichte und Projektakten: Firmen, Anlagen, Preise, Fehler, Personenbleibt auf den eigenen Wegen; eigene Berechtigung

Das Sprachmodell kann über drei Betriebswege erreicht werden: Cloud-API (Mistral, EU), eigener GPU-Server oder lokal auf dem Portalrechner. Welcher Weg für welche Klasse gilt, ist eine Einstellung - kein Eingriff in die Software.

Anfrageprotokoll

Die Kachel Anfrageprotokoll zeigt zu jeder Frage: wer, wann, welcher Weg, ob die Anfrage das Haus verlassen hat (verlässt Kundennetz), welche Datenklassen im Kontext waren, ob die Antwort belegt war. Das ist der Nachweis dafür, welche Daten wohin gegangen sind - und das stärkste Argument gegenüber einem Datenschutzbeauftragten.

Zum WeiterlesenNach einer Frage im Chat lohnt der Blick ins Protokoll: bei „hatten wir das schon?“ steht dort {datenblatt, servicebericht} - beide Klassen waren in der Antwort, und der Weg ist dokumentiert.

13Kurz nachgeschlagen

FrageAntwort
Der Chat sagt, Serviceberichte seien hier nicht sichtbar.Sie sind im Mistral-Modell. Oben links auf connai-wissen-LOKAL wechseln.
Der Chat nennt 40 Berichte, obwohl ich nach einem Thema gefragt habe.Sollte nicht mehr vorkommen. Passiert es doch: Frage mit dem Wort „Serviceberichte“ und dem Gerät neu stellen; die Gesamtzahl steht in Datenbestand.
Eine Antwort kommt sehr langsam.Das LOKAL-Modell braucht bei langen Antworten 15 bis 30 Sekunden. Der Text erscheint dabei laufend. Für reine Handbuchfragen ist das Mistral-Modell schneller.
Ich sehe eine Kachel nicht.Ihr Konto hat die Berechtigung nicht. Ein Administrator vergibt sie unter Optionen → Benutzer.
Ein neues Dokument wird im Chat nicht gefunden.Kachel Dokumente: Status prüfen. In Arbeit heißt warten, Fehler nennt den Grund, Archiviert heißt findbar. Die Suche kennt nur den erkannten Text - ein schlecht gescanntes PDF findet auch der Chat nicht.
Passwort ändern, abmelden.Klick auf Ihr Kürzel rechts oben in der Kopfzeile.
Die Seite sieht seltsam aus oder zeigt alte Inhalte.Einmal hart neu laden: Strg+F5.
Was heißt „LOKAL“?Das Modell läuft auf eigener Hardware statt bei einem Cloud-Anbieter. Im Protokoll heißt der Weg gpc3x_gpu.